Westpol: Leistungen nicht unter Wert verkaufen

Der WESTPOL A.I.R. SPACE e.V., gekündigte Mietpartei im Westwerk, positioniert sich sich zur aktuellen Berichterstattung. Er kritisiert, dass “[…] der fehlerhafte Eindruck entstehen [konnte], der Westpol habe sich am und im Westwerk bereichert, ohne selbst Relevantes geleistet zu haben” und hat Fakten zur Kündigung zusammengetragen.

Zur Pressemitteilung: https://westpolairspace.wordpress.com/2017/02/10/statement-des-westpol-zur-aktuellen-berichterstattung-zur-causa-westwerk/

Jugendparlament solidarisiert sich mit Protesten um Westwerk

Das Jugendparlament der Stadt Leipzig hat sich in einer Pressemitteilung solidarisch mit der Initiative “Westwerk retten” gezeigt und will sich dafür einsetzen, dass kreative Freiräume für diese und künftige Generationen erhalten bleiben.

Zur Pressemitteilung: http://www.l-iz.de/melder/wortmelder/2017/02/jugendparlament-solidarisiert-sich-mit-protesten-um-westwerk-167322

Stadträtin Juliane Nagel: Westwerk retten und behutsame Stadtentwicklung unterstützen

Juliane Nagel (DIE LINKE) appeliert an Verantwortungsträger, den bisherigen Charakter des Westwerks zu erhalten und zeigt sich solidarisch mit der Initiative “Westwerk retten”. Sie ist Stadträtin der Stadt Leipzig und hat einen Sitz im Sächsischen Landtag.

Zur Pressemitteilung: http://www.l-iz.de/melder/wortmelder/2017/02/juliane-nagel-linke-westwerk-retten-und-behutsame-stadtentwicklung-unterstuetzen-167325

Demo-Nachruf

Lieber später als nie: Ein dickes Dankeschön an alle Menschen, die so zahlreich, bunt und energiegeladen die Demo mitgestaltet haben!

Einige Redebeiträge von der #Westwerkretten Demo kann mensch sich (nochmal) hier anschauen:

http://www.l-iz.de/politik/brennpunkt/2017/02/kahle-heine-es-geht-nicht-nur-um-geld-im-westwerk-videos-167281

Mehr Infos und Fotos zur Demo gibt’s auf unserer Facebook-Seite: Westwerk retten

Danke an Florian Rosier für die Fotos!

Petition

Wir haben eine Petition initiiert, mit der wir die Stadt Leipzig auffordern, sich für den Erhalt des Westwerks mit seinem vielfältigen Angebot an kulturellen, künstlerischen und gemeinnützigen Angeboten einzusetzen.

Hier der Link zur Petition: www.openpetition.de/!WestwerkRetten

Unterschreibt die Petition, wenn ihr unser gemeinsames Anliegen unterstützen wollt. Vielen Dank für eure Unterstützung!

Offener Brief der SPD Leipzig-Südwest zur Erhaltung des Westwerks

Die SPD Leipzig-Südwest setzt sich in einem offenen Brief für den Erhalt des Westwerks “in seiner Einzigartigkeit und Vielfalt” ein und möchte dieses Anliegen politisch unterstützen. Wir danken für die Solidarität!

Offener Brief der SPD-Leipzig-Südwest “Es wird nur gemeinsam gehen! Für eine Perspektive zur Erhaltung des Westwerks”

Demo-Aufruf SPD-Stadträte Mathias Weber und Christian Schulze

Die SPD-Stadträte Mathias Weber und Christian Schulze rufen zu unserer Demo morgen, 11.02., auf.

Zur Pressemitteilung

Zur Erinnerung: Die Demo startet 14.30 Uhr am Jahrtausendfeld, und wird über die Aurelienstr., Gießerstr., Naumburger Str., Karl-Heine-Str., Merseburger Str., Aurelienstr., Josephstr., Lützner Str., Zschochersche Str., zur Karl-Heine-Str. führen, wo die Abschlusskundgebung vor dem Westwerk stattfinden wird.

Solierklärung Handstand & moral

Das Plenum des Handstand & moral auf der Merseburger Straße hat uns seine Solidarität ausgedrückt. Vielen Dank dafür und solidarische Grüße zurück!

Link: https://anstandundmoral.wordpress.com/2017/02/06/erklaerung-von-solidaritaet-mit-dem-nutzerinnen-des-westwerks/

Demo-Aufruf für den 11.02.2017

Das Westwerk ist ein Ort lebendiger und inspirierender Nachbarschaft. Es steht symbolisch für einen kreativen und auch subversiven Charakter des Leipziger Westens, der dieses Viertel so lebenswert macht, aber zunehmend eingebüßt wird. So sind im Westwerk aktuell diverse Mieter*innen, die eine breite Bandbreite an Kunst-, Kultur und gemeinnützigen Angeboten schaffen, durch Kündigungen und Mieterhöhungen bedroht. Die Umstrukturierung des Westwerkes sind aber nur ein Teil von grundsätzlichen Veränderungen im Leipziger Westen. Das rasante Wachstum der Stadt Leipzig, steigende Mieten und Luxussanierungen sorgen dafür, dass schon länger nicht mehr für alle Platz im Kiez ist.

Viele der stadtpolitischen Entscheidungen, die sich auf Veränderungen und Verdrängung im Viertel auswirken, finden hinter verschlossenen Türen statt. Menschen, die hier im Viertel leben, haben oft wenig Mitspracherecht bei Entscheidungen, die sie direkt in ihrem Lebensraum betreffen.

Wir finden, das sollte sich ändern!

Mit einem bunten und lauten kreativen Demo-Tag durch Lindenau/Plagwitz wollen wir auf die Entwicklungen im Westwerk und im Viertel hinweisen und die in den letzten Wochen erarbeiteten Lösungsansätze und ausgemalten Utopien auf die Straße tragen.

Wann? Samstag, 11.02.2017, ab 14.30 Uhr
Wo? Start am Jahrtausendfeld

Kommt zahlreich und macht mit uns Lärm für eine lebendige, vielfältige Nachbarschaft, leistbare Wohn- und Gewerbeflächen und mehr Möglichkeiten, gemeinsam das Gesicht des Viertels und der Stadt zu gestalten. Trillerpfeifen, Clownsnasen, Blasinstrumente und Hoolahoops sind sehr willkommen!

Bericht über die Ereignisse der vergangenen Tage

Seit der Veröffentlichung unseres ersten Aufrufs ist einiges passiert:

Es gab viel Zuspruch, Unterstützung, Angebote und Anfragen, aber auch berechtigte und konstruktive Kritik. Es gelang uns nicht immer, adäquat und zeitnah zu reagieren. Wir sind nicht als feste Gruppe gestartet und verstehen uns als Zusammenschluss von Akteuren, der die Entwicklungsprozesse rund um das Westwerk transparenter machen möchte, Öffentlichkeit herstellt und Austausch- und Vermittlungsraum schafft.

Unser Anliegen war es mit einem provokativ formulierten Aufruf die intransparenten Vorgänge im Leipziger Westen und speziell im Westwerk an Interessierte und an die Öffentlichkeit heranzutragen und so eine Debatte anzuregen. Wir müssen ehrlich sagen: Mit diesem Zuspruch, in der Kürze der Zeit, hatte keiner von uns gerechnet und er bestätigt unser Gefühl, dass dieses Anliegen von vielen Menschen aus unterschiedlichsten Gründen geteilt wird. Viele wollen Anteil haben an den Entwicklungen in dieser und vor allem für diese Stadt. Gegen Verdrängung, aber nicht prinzipiell gegen Veränderung. Es zeigt sich Interesse an transparenten Prozessen, die Teilhabe ermöglichen.

Wie drückt sich dieses Interesse aus?

Am vergangenen Freitag sind wir erneut in einer offenen Runde zusammen gekommen. Es haben sich ca. 60 Menschen aus verschiedensten Motivationen und Kontexten getroffen um sich über die Entwicklungen auszutauschen und mögliche Lösungen zu debattieren. Wir haben uns in Arbeitsgruppen zusammengesetzt und uns zu Mietrecht, stadtpolitischen Verdrängungsprozessen, Kunst, Kultur und Freiräumen ausgetauscht, aber auch ganz praktisch die Vernetzung zwischen allen Akteur*innen vorangetrieben. Anwesend waren Mieter*innen des Westwerks und deren Unterstützer*innen, ein Anwalt, Aktivist*innen aus anderen stadtpolitischen Kontexten und interessierte Nachbar*innen.

Konsequenterweise reichten die Diskussion und das Engagement der Beteiligten über das Westwerk und seine Transformationsprozesse hinaus. Denn vielen Beteiligten ist klar, dass die Umstrukturierung des Westwerkes nur ein Teil von grundsätzlichen Veränderungen im Leipziger Westen ist. Das rasante Wachstum der Stadt, steigende Mieten und Luxussanierungen sorgen dafür, dass schon länger nicht mehr für alle Platz im Kiez ist. Auch im Bereich Felsenkeller sind derzeit kommerzielle Veränderungen im Gange, während der Nachbarschaftsgarten zu großen Teilen Eigentumshäusern weichen muss. Vor einigen Monaten kulminierte der Protest gegen die tiefgreifenden Veränderungen im Leipziger Westen, die auch die Steigerung von Wohnraum-Mieten betreffen, in Auseinandersetzungen um den Stadtteilladen.
Im Rahmen des Treffens wurde ein Raum geschaffen, um sich auszutauschen und Strategien zu diskutieren. Wir haben festgestellt, dass es ein komplexes Vorhaben ist, in einem kapitalistischen System mit einer scheinbar unanfechtbaren Eigentumslogik eine stringente Kritik zu formulieren und sie laut auszusprechen. Verdrängung basiert auf Vereinzelung und Selbstermächtigung ist ein schwieriges Unterfangen, auch für uns.

Wir wollen gemeinsam an Lösungsansätzen arbeiten und Utopien ernsthaft durchdenken.
An dieser Stelle ein Mitspracherecht einzufordern, verstehen wir als Ausdruck einer partizipativen Stadtgestaltung und als Widerstand gegen eine stadtpolitische Entscheidungskultur, die von Wenigen dominiert wird, aber Viele betrifft. Diese Intervention in privatwirtschaftliche Entscheidungsprozesse ist als Kommentar zu verstehen, mit dem Anspruch das Westwerk mit seiner einzigartigen Mischung von Mieter*innen, die eine Bandbreite an allgemeinen und spezifischen Bedürfnisse abdeckt, und gerne als Herz des Westens gesehen wird, zu erhalten. Wir denken, dass es dafür noch nicht zu spät ist.
Für uns ist das Westwerk nicht bloß ein privates Gewerbegelände, sondern vielmehr ein Ort lebendiger und inspirierender Nachbarschaft, der die Möglichkeit bietet, sich aktiv in die Gestaltung des Viertels einzubringen.

Durch Kündigungen und Mieterhöhungen sehen wir die vielfältige Arbeit ansässiger Kunst -und Kulturschaffender in Gefahr, insbesondere die Präsenz niedrigschwelliger Kulturangebote und gemeinnütziger Angebote. Um diese zu erhalten wollen wir uns unter anderem in Gesprächen mit dem Eigentümer bzw. der Verwaltung des Westwerks, als auch mit Verantwortungsträgern der Stadt Leipzig auseinandersetzen. Aber dies ist nur einer der diskutierten Ansätze, die weitere Entwicklung bleibt für uns alle spannend.

Zunächst aber wollen wir die Entwicklungen im Westen gerne im Rahmen einer stadtpolitischen Informationsveranstaltung mit euch diskutieren. Kommt dafür am 5.2.2017 um 17 Uhr ins Westwerk (Tipi)! Geplant ist ein Input über die stadtpolitischen Entwicklungen in Leipzig, sowie Berichte von den Bewohner*innen des Westwerks. Im Anschluss wollen wir den Raum öffnen und euch die Gelegenheit geben, eure Wahrnehmungen und Forderungen zu formulieren. Gemeinsam werden wir diese am 11.2.2017 im Rahmen eines bunten und lauten Umzugs durch Plagwitz auf die Straße tragen.

Bis dahin, besprecht euch mit euren Freund*innen und Nachbar*innen, weitere Infos folgen!
Solidarische Grüße aus dem Westen!

*Zahlen, Daten, Fakten folgen nach der Veranstaltung am 05.02.2017.